04 Nov. Wie es weiterging – ein langer Weg zurück, viele kleine Lichtblicke und eine überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft
Die Flut hat unsere Auffangstation völlig verwüstet. Wir haben euch bereits von den dramatischen Stunden berichtet, in denen wir unsere Tiere unter schwierigsten Bedingungen retten und evakuieren mussten. Doch was passiert nach einer solchen Katastrophe? Wie geht es weiter, wenn das Wasser langsam zurückgeht und man beginnt zu begreifen, was eigentlich alles verloren gegangen ist?
Wir möchten euch heute mitnehmen in die vergangenen Wochen. Es gab unglaublich traurige Momente, viele schlaflose Nächte, körperliche und emotionale Erschöpfung, aber auch kleine Wunder, bewegende Begegnungen und eine Hilfsbereitschaft, die uns immer wieder die Tränen in die Augen treibt.
Unsere Hunde sind in Sicherheit – und das verdanken wir vielen wunderbaren Menschen
Die Evakuierung unserer 20 Hunde war eine enorme Kraftanstrengung. Hund für Hund mussten wir auf einem Kajak und einem Stand-up-Paddleboard durch die Fluten bis zur nächsten befahrbaren Straße bringen. Von dort aus ging es weiter ins Tierheim APAD in Dénia, wo unsere Hunde bis heute untergebracht sind.
Christine reiste eigens aus Deutschland an und übernahm dort jeden Morgen für fünf Stunden die Versorgung und Betreuung unserer Schützlinge. Das Tierheim stellte uns zusätzlich freiwillige Gassigänger und weitere Helfer zur Seite, die sich am Nachmittag um unsere Hunde kümmerten.
Unsere Tiere waren damit wirklich hervorragend versorgt. Gerade für unsere alten, kranken und teilweise sehr ängstlichen Hunde war diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal ein riesengroßes Dankeschön aussprechen: an alle unsere Evakuierungshelfer, an Catrin und das gesamte Team von APAD sowie an alle freiwilligen Helfer, die sich so selbstverständlich für unsere Hunde eingesetzt haben. Ein ganz besonderer Dank gilt auch Jasmin, die sich aufopferungsvoll um unsere Flaschenkinder gekümmert und dafür sogar ihren Urlaub geopfert hat.
Ohne euch hätten wir das alles nicht geschafft!
Auch sechs unserer sieben Katzen konnten wir wohlbehalten aus ihren Volieren retten. Sie saßen auf Tischen und Bäumen, und zeitweise hatten wir kaum noch Hoffnung, dass sie die Flut überlebt haben. Umso größer war unsere Erleichterung, als wir sie schließlich in Sicherheit bringen konnten. Auch für sie fanden wir notfallmäßig eine Unterbringung.
Ein Katerchen hat es leider nicht geschafft. Auch dieser Verlust schmerzt uns sehr.
Die Flut hat Spuren hinterlassen – und jeder Hund verarbeitet das Erlebte anders
Unsere Hunde brauchten eine ganze Weile, um den Schock der Flut zu verkraften und sich im Tierheim zurechtzufinden.
Die Lautstärke der vielen anderen Hunde, die zahlreichen fremden Menschen und die ungewohnten Abläufe stellten gerade unsere sensiblen Schützlinge vor große Herausforderungen. Doch es gab auch überraschende Entwicklungen, mit denen wir niemals gerechnet hätten.
Kira und Leira beispielsweise ließen sich von fremden Händen bisher überhaupt nicht anfassen. Inzwischen ziehen sie zweimal täglich gemeinsam mit fremden Gassigängern ihre Runden. Kira ist mittlerweile sogar der kleine Star im Tierheim und lässt sich genüsslich den Popo kraulen.
Manchmal braucht es offenbar eine Ausnahmesituation, um einen längst verschlossenen Knoten zu lösen.
Andere Hunde hingegen kämpfen noch immer mit den Folgen des Erlebten. Linda, der alte Chico, Sara und Flori sind nach wie vor sehr traumatisiert und lassen sich nicht anfassen. Sie brauchen einfach mehr Zeit, Geduld und Sicherheit.
Wir hoffen sehr, dass sie bald wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren und dort Schritt für Schritt zur Ruhe kommen können.
Perdigon – ein Schicksal, das uns das Herz zerreißt
Es gibt ein Schicksal, das uns besonders schwer getroffen hat. Perdigon hat den Kampf gegen die Folgen der Flut leider verloren.
Nur zwei Tage nach seiner Ankunft im Tierheim ging es ihm morgens plötzlich sehr schlecht. Christine erkannte sofort, wie ernst sein Zustand war. Ich machte mich umgehend auf den Weg zu ihm und brachte ihn anschließend in die Tierklinik. Der Verdacht auf eine Magendrehung bestätigte sich.
Nach kurzer Rücksprache mit Herma stand für uns fest, dass wir trotz seiner schweren Vorgeschichte alles versuchen wollten. Perdigon sollte eine Chance bekommen.
Die Operation überstand er zunächst gut. Doch er erholte sich nicht von den Folgen. Herzprobleme, eine rasende Atmung und ein zunehmend schlechter Allgemeinzustand machten uns große Sorgen.
Als wir gerade wieder ein wenig Hoffnung schöpften, weil er am Abend sogar eine kleine Gassirunde geschafft und etwas gefressen hatte, kam am nächsten Morgen der schreckliche Schock: Perdigon hatte die Nacht nicht überlebt.
Perdigon, du armer Kerl. Du hattest in deinem Leben wirklich nie Glück.
Zunächst wurdest du mehr als schlecht behandelt. Später hat man dich mit gebrochenen Hinterbeinen einfach in einem Straßengraben entsorgt. Überall in deinem Körper steckten Schrotkugeln. Es folgten zahlreiche Operationen. Die ersten Eingriffe waren nicht erfolgreich, eine Platte brach und du musstest mehrfach nachoperiert werden.
Deine Heilung war schwierig. Es folgten eine Stammzellentherapie, unzählige Fahrten zur Physiotherapie und sogar ein eigener kleiner Pool, damit du täglich deine Wasserläufe machen konntest.
Und trotz all dieser Schmerzen, der vielen Behandlungen und der unzähligen Rückschläge warst du immer der bravste und liebste Hund überhaupt. Du hast alles geduldig über dich ergehen lassen und uns jeden Tag mit deiner unglaublichen Lebensfreude gezeigt, dass du leben möchtest.
Du hast gekämpft. Und wir haben mit dir gekämpft.
Endlich warst du so weit stabil, dass du am 23. des Monats in eine Pflegestelle nach Deutschland reisen solltest. Wir hatten uns so sehr darauf gefreut, dass du endlich ein eigenes Zuhause kennenlernen darfst.
Ein weiches, warmes Bett. Menschen, die nur für dich da sind. Liebevolle Hände, die dich streicheln, und ein Leben ohne Schmerzen und ohne Angst.
Wir hätten dir so gerne noch gezeigt, wie schön ein Hundeleben sein kann.
Dass ausgerechnet diese schreckliche Flut dir diese letzte Chance genommen hat, zerreißt uns das Herz.
Ein winzig kleiner Trost bleibt: Du musst nie wieder Schmerzen ertragen. Mach es gut, lieber Perdigon. Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen haben.
Zurück in der Station – eine Woche lang gegen Schlamm, Wasser und Zerstörung
Während wir im Tierheim um Perdigon bangten und seinen Verlust verarbeiten mussten, versuchten Herma, Gabi, ich und nachmittags auch Christine, auf unserer Station so viel wie möglich zu retten.
Es dauerte vier Tage, bis das Wasser in den ersten Teilen des Haues, endlich so weit gesunken war, dass wir überhaupt mit den Aufräumarbeiten beginnen konnten.
Bis dahin versorgten wir die Station mit frischem Trinkwasser und Lebensmitteln, die wir mit unserem SUP dorthin transportierten. Gabi konnten wir zwischenzeitlich in einem Ferienhaus unterbringen. Herma blieb jedoch bei ihren verbliebenen Hunden, die auf einem höher gelegenen Bereich des Grundstücks Zuflucht gefunden hatten.
Vor Ort konnten wir uns zunächst nur mit Wathosen bewegen, später mit Gummistiefeln und nach und nach auch wieder auf trockenen Füßen.
Besonders hartnäckig hielt sich das Wasser auf den Wegen zur Station und vor allem vor dem Eingangstor. Jeder Weg dorthin wurde zu einem zusätzlichen Kraftakt. Auch unsere Nachbarn versuchten zu retten, was noch zu retten war. Dabei mussten sie feststellen, dass teilweise bereits geplündert wurde.
Im Haus und in unserem Sachspendenlager begann eine mühsame Arbeit, die uns immer wieder vor Augen führte, was die Flut angerichtet hatte.
Wir räumten Schränke und Regale aus, zerlegten Möbel Stück für Stück und mussten nahezu alles entsorgen: fast neue Betten, eine Schlafcouch und ganze Küchenzeilen. Wasser, Schlamm und Dreck mussten aus dem Haus geschafft werden.
Fast alles fiel der Flut zum Opfer.
Einige Dinge konnten wir glücklicherweise aus den höher gelegenen Bereichen retten. So sind wir beispielsweise weiterhin gut mit Handtüchern und Bettwäsche für unsere Tiere ausgestattet.
Unser Hundehaus konnten wir inzwischen trockenlegen und dort vier Katzen ein vorübergehendes Quartier schaffen. Für die beiden anderen Katzen konnten wir einige Tage später ein Gehege wieder herrichten. Nachdem wir sie trockengelegt und mit einer dicken Schicht Sand und Kies ausgestattet hatten, konnten auch diese beiden in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren.
Schubkarre für Schubkarre – wir kämpfen uns zurück
Auf dem Gelände kämpften wir uns von einem Hundeauslauf zum nächsten.
Dort, wo das Wasser bereits abgelaufen war, begannen wir aufzuräumen, die Hundehäuser zu schrubben und die Ausläufe wieder herzurichten.
Eine besonders mühsame Arbeit war es, den verbliebenen Schlamm zu beseitigen. Dafür mussten wir Sand und Kies von der Auffahrt aus mit Schubkarren über die langen Wege durch das teilweise noch immer stehende Wasser bis in die einzelnen Ausläufe transportieren. Schubkarre für Schubkarre, immer wieder. Täglich wurde neuer Kies und Sand angeliefert, so wurden über Tage Tonnen geschaufelt und bewegt.
Inzwischen können wir zwar wieder mit dem Auto auf das Gelände fahren, doch der aufgeweichte Böschungsbereich ist für größere Lieferfahrzeuge noch immer nicht sicher befahrbar. Der Baustoffhändler traut sich verständlicherweise nicht, mit seinem Lkw bis zur Station zu fahren.
Christine und ich hatten dadurch in den vergangenen Tagen ein tägliches zusätzliches Workout. Aber es lohnt sich: Mit jedem Tag sieht es ein kleines bisschen besser aus.
Am Samstag konnten schließlich die ersten Hunde wieder nach Hause kommen.
Auch wenn sie statt ihrer gewohnten Grasflächen zunächst Kies unter den Pfoten haben werden, freuen sich einige ganz bestimmt riesig, wieder in ihrer vertrauten Umgebung zu sein.
Aria und Duque, die den Aufenthalt im Tierheim überhaupt nicht gut verkraften, sowie Linda und Chico konnten zurückkehren. Der kleine Flori war bereits seit einigen Tagen wieder zu Hause.
Auch für einige andere Hunde konnten wir gute Lösungen finden: Danko und Vicky haben Pflegefamilien in Spanien gefunden. Ivan und Bandido machten sich auf den Weg nach Deutschland. Unsere Galga Sury konnte gemeinsam mit ihren Welpen bei Galgo Felices unterkommen.
Die Galgo-Familie wird nicht wieder bei uns einziehen. Aber das ist in Ordnung. Wichtig ist, dass sie einen sicheren Platz gefunden haben, an dem sie gut versorgt werden und zur Ruhe kommen können.
Und wir bekamen weitere tatkräftige Unterstützung. Christine hat ihren Urlaub verlängert und wird inzwischen im Tierheim und nachmittags in der Station von Finja und Franca unterstützt. Auch Elke und Roman sind angereist, um vor Ort mit anzupacken.
Dank der großartigen Unterstützung unserer Helfer vor Ort konnten wir in den vergangenen Wochen Stück für Stück immer mehr Ausläufe wiederherstellen. Viele fleißige Hände haben geschaufelt, geschleppt, geschrubbt, repariert und aufgebaut. Was zunächst wie eine kaum zu bewältigende Aufgabe aussah, wurde durch diesen gemeinsamen Einsatz nach und nach wieder möglich.
Und heute dürfen wir endlich eine ganz besonders schöne Nachricht verkünden: Alle Hunde, die noch im Tierheim untergebracht waren, konnten inzwischen nach Hause zurückkehren!
Das bedeutet uns unglaublich viel. Unsere alten, kranken und teilweise sehr ängstlichen Schützlinge haben ihre vertraute Umgebung zurück. Sie können wieder in ihren eigenen Hundehäusern schlafen, ihre Menschen um sich haben und Schritt für Schritt in ihren gewohnten Alltag zurückfinden.
Es gibt wieder kleine Lichtblicke – und die ersten Schritte zurück in einen Alltag
Auch bei den Aufräumarbeiten und der Wiederherstellung unserer Infrastruktur geht es langsam voran.
Wir konnten bereits mehrere Anhängerladungen mit Müll, kaputten Möbeln und Elektrogeräten abtransportieren lassen. Auch unsere Autos konnten wir mit der Hilfe von Micha aus dem überfluteten Bereich schleppen und zunächst an der Straße abstellen.
Das Thema Fahrzeuge ist allerdings eine Geschichte für sich. Das gesamte System vor Ort ist durch die Flutkatastrophe nahezu zusammengebrochen. Abschleppunternehmen und Werkstätten sind völlig überlastet. Unser Tierschutztransporter konnte deshalb bis heute noch nicht begutachtet werden. Ohne eine entsprechende Einschätzung kann aber auch die Versicherung keine Leistungen freigeben.
Wir hoffen nun, dass die Versicherung vielleicht einen Transport zu einer etwas weiter entfernten Werkstatt organisieren kann.
Trotzdem gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Ein Gaskühlschrank und ein Gasherd sind bereits bestellt und wurden geliefert. Endlich gibt es auch wieder ein kuscheliges Bett. Bis dahin konnte Herma glücklicherweise noch Gabys Camper nutzen. Außerdem hat Herma bereits ein neues Auto kaufen können, sodass zumindest die Mobilität wieder sichergestellt ist.











Wenn man irgendwann einfach nicht mehr kann
Gabi und ich mussten beziehungsweise durften inzwischen abreisen.
Getreu dem Motto „mittendrin statt nur dabei“ sind wir körperlich und emotional völlig ausgebrannt. Die nächste Zeit werden wir vermutlich erst einmal brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten.
Herma und Gabi hatten damals kaum mehr als eine Stunde Zeit, um alle Hunde aus ihren Ausläufen zu retten. Danach folgten die Evakuierung, die ständige Angst um die Tiere, die körperliche Anstrengung im Wasser und tausend Dinge gleichzeitig, die erledigt, organisiert und entschieden werden mussten.
Versicherungsgespräche, die bange Hoffnung, dass das Wasser endlich sinkt, damit wir mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten beginnen können. Dazu kaum Schlaf, weil die Gedanken einfach keine Ruhe geben wollten.
Man lernt in dieser Zeit plötzlich wieder, wie schön es ist, ganz selbstverständlich und ohne Anstrengung laufen zu können. Wasser aus der Leitung zu trinken, warm zu duschen, nachts Licht im Haus zu haben oder Lebensmittel einfach mit dem Auto transportieren zu können.
Man lernt, all die kleinen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens wieder zu schätzen, die man sich über die Jahre aufgebaut hat und die plötzlich nicht mehr selbstverständlich sind.
Und man wird sich bewusst, wie viel Glück man eigentlich hatte.
Denn es gab Menschen, die diese Katastrophe nicht überlebt haben. Direkt in unserer Nachbarschaft sind Menschen in ihren Autos ertrunken. Die Bilder vor Ort, die verzweifelten Menschen und die Familien, die um ihre Angehörigen trauern, werden mich persönlich noch lange begleiten.
Während wir momentan noch funktionieren und versuchen, alles irgendwie zu bewältigen, wird es irgendwann auch darum gehen müssen, das Erlebte wirklich zu verarbeiten.
Wie geht es mit unserer Station weiter?
Eine Frage beschäftigt uns natürlich ganz besonders: Werden unsere Tiere an diesem Standort künftig wieder sicher sein?
Schon in der Vergangenheit hatten wir einmal ein kleineres Hochwasser erlebt, das allerdings nicht annähernd so dramatische Folgen hatte. Unsere Lage ist grundsätzlich anfällig für Überschwemmungen, insbesondere wenn Wassermassen vom Meer ins Landesinnere gedrückt werden.
Natürlich müssen wir uns deshalb fragen, was passiert, wenn uns im nächsten Jahr eine weitere DANA trifft.
Müssen wir umziehen? Müssen wir unsere Station grundsätzlich anders aufstellen?
Einen Umzug haben wir momentan nicht geplant. Das hängt auch damit zusammen, dass Herma bereits vor einiger Zeit beschlossen hat, künftig keine beziehungsweise deutlich weniger neue Tierschutzhunde aufzunehmen. Sie möchte irgendwann in den wohlverdienten Tierschutzruhestand gehen. Diesen Wunsch respektieren wir selbstverständlich.
Trotzdem werden wir uns intensiv damit beschäftigen, wie wir die Sicherheit unserer Tiere vor Ort künftig verbessern können. Denn eines ist klar: Eine solche Katastrophe darf sich nicht wiederholen.
Was uns momentan noch fehlt und welche Herausforderungen vor uns liegen
Auch wenn wir bereits viel geschafft haben, sind wir noch lange nicht am Ziel.
Dank unserer Solaranlage haben wir inzwischen zumindest wieder Licht. Allerdings wurden sowohl die Anlage selbst als auch die Stromkreise, die tagelang im Wasser standen, stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ohne eine funktionierende Stromversorgung können wir auch kein fließendes Wasser sicherstellen. Momentan helfen wir uns mit Trinkwasserlieferungen aus dem Supermarkt und nutzen das Regenwasser aus unserer Zisterne zum Putzen.
Die Zisterne muss vollständig abgepumpt und gereinigt werden. Außerdem benötigen wir ein neues Hauswasserwerk.
Auch unsere Kläranlage muss abgepumpt werden. Bis das möglich ist, behelfen wir uns mit einer Baustellentoilette.
Das Haus muss im Prinzip kernsaniert werden. Der feuchte Putz abgeschlagen und wenn wir Pech haben, auch der Fußbodenaufbau entfernt und erneuert werden. Wir benötigen eine neue Küche und zwei Futterküchen und vieles mehr.
Ein besonders dringendes Thema bleibt unser Tierschutztransporter.
Wir gehen nach wie vor von einem wirtschaftlichen Totalschaden aus. Selbst wenn eine Reparatur möglich sein sollte, können wir mögliche Folgeschäden durch das lange Stehen im Wasser nicht ausschließen.
Wir sind deshalb ziemlich sicher, dass wir einen Ersatz anschaffen müssen. Bei einem Transport von rund 2.500 Kilometern mit bis zu 20 Hunden und Katzen müssen wir uns auf ein zuverlässiges Fahrzeug verlassen können. Ein Liegenbleiben auf halber Strecke wäre eine Katastrophe – nicht nur für unsere eigenen Tiere, sondern auch für die Tiere der befreundeten Vereine, die auf unseren Transporter angewiesen sind.
Wir werden daher in der kommenden Woche mit der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug beginnen. Vielleicht können wir die Transportboxen und einen Teil der technischen Ausstattung aus unserem alten Transporter übernehmen.
Ihr habt uns eine Zukunft ermöglicht!
Dass wir diesen Schritt überhaupt mit Zuversicht angehen können, haben wir euch allen zu verdanken.
Eure unglaubliche Spendenbereitschaft hat uns überwältigt. Ihr habt uns damit die Sicherheit gegeben, dass wir einen neuen Tierschutztransporter anschaffen und unsere Station wieder so weit herrichten können, dass unsere Tiere dort ein sicheres Zuhause finden.
Für uns ist das alles andere als selbstverständlich.
Wir wissen, dass viele von euch selbst jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Dass ihr trotzdem etwas abgebt, um uns zu helfen, berührt uns zutiefst.
Besonders bedanken möchten wir uns bei:
- Der Anke-Harft-Stiftung, die uns mit einer Soforthilfe von unglaublichen 10.000 Euro unterstützt hat.
- Den Tierfreunden Hochrhein, die unermüdlich Spenden für uns sammeln und uns bereits mehr als 16.000 Euro überweisen konnten.
- Unseren wunderbaren Adoptanten, die uns ebenfalls mit großzügigen Einzelspenden von jeweils 5000 und 10.000 Euro unterstützt haben.
- VETO, die uns eine ganze Palette Futter zur Verfügung stellen.
- Und natürlich bei all den vielen anderen Spenderinnen und Spendern, die uns mit großen und kleinen Beträgen unterstützen.
Wir sehen euch alle. Und wir wissen, dass auch eine Spende von fünf Euro von Herzen kommen kann. Gerade in einer Zeit, in der das Leben für uns alle teurer wird und niemand sein Geld einfach übrig hat, ist jede einzelne Unterstützung etwas ganz Besonderes.
Ihr habt uns in einer Situation aufgefangen, in der wir selbst nicht mehr wussten, wie es weitergehen soll.
Wir werden in den kommenden Wochen noch einmal allen unseren Spendern einen etwas konkreteren Dank aussprechen.
Die Versicherung wird sich um das Haus und einen Teil der Einrichtung kümmern. Unser größtes Augenmerk liegt jetzt auf der Wiederherstellung der Station, der Versorgung unserer Tiere und der Anschaffung eines zuverlässigen Tierschutztransporters. Darüber hinaus werden sicher noch viele weitere Kosten auf uns zukommen, von denen wir heute noch gar nichts wissen.
Wir kämpfen uns weiter voran. Von Tag zu Tag, von Aufgabe zu Aufgabe und von einem kleinen Erfolg zum nächsten.
Wir sind noch lange nicht fertig. Aber wir sind auch nicht mehr allein.
Und dafür möchten wir euch von ganzem Herzen DANKE sagen!
Natürlich müssen wir auch unseren Helfern vor Ort ganz besonderen Dank aussprechen – Christine, Gabi, Franka, Finja, Elke, Roman – ihr seid einfach toll. Ihr würdet auch nicht aufhören zu schippen, wenn euch ein Arm abfallen würde.
Und Herma – Herma ist sowieso schon immer eine Heldin. Was sie die letzten Wochen ertragen und geleistet hat, ist unmenschlich! Danke Herma, dass es dich gibt und du immer den Kopf über Wasser hältst, egal wie hoch die Flut dich trifft.
Doreen und das gesamte Denia-Dogs-Team




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