Denia Dogs Design Verwerfen
Unser Rückblick auf 2025
Wieder ist ein Jahr Tierschutzarbeit geschafft. Der Übergang von 2024 zu 2025 verlief nahtlos, ohne Pause. Im Grunde also wie immer. Wie alle Menschen, die sich um Menschen oder Tiere kümmern, sind wir leider nicht in der glücklichen Lage eine große Pause einzulegen und über die Feiertage groß zu verschnaufen. Die Hunde in den Tierheimen und Pflegestellen müssen versorgt und die Background-Arbeit erledigt werden. Trotzdem sind wir mit jeder Menge Motivation ins neue Jahr gestartet. Die Auswirkungen der Flutkatastrophe vom November 2024 begleiteten uns noch das ganze Jahr hindurch. Wir konnten wieder einige Glückspilze in ihr neues Zuhause reisen lassen, waren in der Lage Notfälle, alte und kranke Hunde aufzunehmen und zu versorgen und konnten miterleben wie Leben entsteht und Leben geht.

Im Januar konnten wir Monikas Residencia mit zwei weiteren unserer selbstgebauten Hundehütten und Decken beliefern. Damit waren die neuen Ausläufe nun voll ausgestattet und die Hunde lieben es auf den Dächern zu liegen und ihren Auslauf zu überblicken.


Aber nicht nur Hundehütten konnten wir nach Spanien verbringen. Seit nun fast 5 Jahren laden jeweils zwei Teammitglieder den Tierschutztransporter unserer 1.Vorsitzenden mit Futter und Sachspenden voll, versorgen Tierheime und Auffangstationen und transportieren unsere Hunde und Katzen und auch die anderer Vereine, umsorgt und wohlbehalten nach Deutschland.
Der eigene Transport hat mehrere Vorteile, die wir nicht missen wollen. Zum einem hat das Team so die Möglichkeit sich vor Ort alles anzuschauen und aktiv mitzuhelfen. Zudem erspart er jede Menge logistischen Aufwand einzelne Hunde zum Transport zu bringen und abzuholen. Wir gewährleisten eine persönliche Betreuung der Adoptanten und Pflegestellen und eine gesicherte Übergabe jedes Tieres und können sicherstellen, dass es unseren Tieren während des Transportes an nichts fehlt. Mit dem Transport bis hoch nach Norddeutschland können wir weite Teile von Deutschland erreichen. Für unsere Fahrer heißt das jedes mal 5200 km in 4 Tagen auf Europas Straßen zu bewältigen. Belohnt werden sie mit jeder Menge gutem Wetter, feuchten Hundenasen und glücklichen Gesichtern.
In 11 Fahrten konnten wir in diesem Jahr gute 5,5 Tonnen Futterspenden und zusätzliche Sachspenden mitbringen. Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne unseren befreundeten Verein der Tierfreunde Hochrhein e.V.. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit sammelt das Team eine unglaubliche Menge an Futter- und Sachspenden für Spanien. Gemeinsam mit einem Spendenaufruf zur Flutkatastrophe haben wir annähernd das ganze Jahr gebraucht, um alles in die spanischen Tierheime zu verteilen Mit einer 12. Sonderfahrt konnten wir mehr als die Hälfte unserer, bis zum Rand gefüllten, Spendengarage leeren, so wird es in den kalten Monaten auf jeden Fall nicht an warmen Decken mangeln. In diesem Sinne herzlichen Dank allen fleißigen Spendern, die uns mit Futter- und Sachspenden bedacht haben. Wir haben jetzt wieder Platz für Nachschub und auch die nächsten Futterspenden der Tierfreunde Hochrhein warten schon auf unseren nächsten Transport.
Den Tierfreunden haben wir darüber hinaus zu verdanken, dass wir überhaupt monatlich unsere Fahrten stattfinden lassen können, denn sie helfen uns auch unsere Hunde zu vermitteln. 2025 waren das 63 Hunde, die durch ihre Vereinsarbeit mit uns nach Deutschland reisen konnten. Der Transporter war also auf der Hin- und auf der Rückfahrt durch die Tierfreunde immer gut gefüllt.


Mit Hilfe der Tierhilfe Costa Blanca konnten wir mehrmals monatlich unsere bezahlten Helfer zum 150 km entfernten Gnadenhof nach Ayora schicken. Monika, die selbst krank ist, muss sich seit Monaten alleine um ihre verbliebenen Tiere kümmern. Von ihrer Rente kann sie weder sich noch die Tiere ernähren, geschweige jemanden bezahlen, der ihr bei der Gartenarbeit oder mit Reparaturen hilft. Also wird unser Auto mit Futter, Heu und Decken vollgeladen und das Nötigste vor Ort erledigt. Sie hat in diesem Jahr auch eine neue Waschmaschine und einen Herd bekommen um ihr die Arbeit zu erleichtern.

Im Tierheim Oliva, welches wir hauptsächlich unterstützen, können wir seit dessen Gründung im Jahr 2011 einen stetigen Wandel miterleben. Der Tierschutz vor Ort hat sich auch auf die nächsten Generationen ausgeweitet und findet zudem auch in der übrigen Bevölkerung immer mehr Anklang. Das Tierheim ist in Oliva voll integriert und die Menschen geben ihre Hunde lieber dort ab, als sie auszusetzen und adoptieren Hunden, statt sie im Tiergeschäft oder anderswo zu kaufen. Trotzdem bleibt der ewige Kampf gegen das tägliche Leid aller anderen Tiere, deren Besitzer den Tierschutz nicht ernst nehmen, mit den Behörden die Steine in den Weg legen und die typischen Vereinsinternen Probleme. Im Dezember hat überraschend der Vorstand sein Amt niedergelegt, ein neuer Vorstand wurde gewählt und arbeitet sich ein. Wir unterstützen natürlich weiterhin mit Futter-, Sach- und Geldspenden und wo wir können.
In unserer Auffangstation ist in diesem Jahr auch ein bisschen was passiert. Das Dach des Wohnhauses wurde endlich komplett abgedichtet und das Hundehaus hat eine neues Blechdach bekommen. Wir freuen uns, dass jetzt niemand mehr im Schlaf von Regentropfen überrascht wird. Und auf unserem Gelände gibt nun auch wieder einen Pool. Zwar ist dieser für Perdigons Physiotherapie gedacht, aber wir sind uns sicher, dass er nichts dagegen hat, wenn sich der eine oder andere Helfer im Sommer zum Abkühlen auch mal reinsetzt.





Glückspilze
Neben Katze Nei haben noch weitere 115 Hunde und 6 Katzen in diesem Jahr ein Zuhause finden können. Darunter sind einige ganz besondere Glückspilze. Timmy, zum Beispiel, hat Jahre in seiner Pflegestelle auf ein neues Zuhause gewartet, nun war es endlich soweit. Dama war auch sehr lange in ihrer Pflegestelle. Mit ihrer von Leishmaniose zerfressenen Nase wollte sie keiner, also durfte sie offiziell vom Pflegehund zum adoptierten Hunde werden, ohne dass sie umziehen musste. Wir freuen uns auch für unseren einäugigen Panda, der Anfang des Jahres das Glück auf ein liebes Frauchen hatte, die sich sehr gut um seine besonderen Bedürfnisse als Leishmaniosehund kümmert. Olivia und Josh, zwei Hunde der Flutkatastrophe, durften in ihr neues Zuhause ziehen, während Yandel, ebenfalls aus dem Flutgebiet, das Jahr über brauchte um aufgepäppelt zu werden. Inzwischen ist er wieder soweit fit, dass wir nun ein Zuhause für den lustigen Kerl suchen. Auch Freddy, der bei seiner neuen Familie einzog und aufgrund einer dort ausbrechenden Hauterkrankung zurückgegeben wurde, hatte in zweites Mal Glück. Trotz der regelmäßigen Kosten und der intensiven Pflege, konnten wir sein neues liebes Frauchen für den Kerl begeistern.




Unsere stetigen Begleiter
Für unseren Milo haben wir Anfang des Jahres nach 3 Jahren in der Auffangstation, die Chance ergriffen und ihn als bezahlten Pflegehund im Hundezentrum Underdogs in Lutherstadt Wittenberg untergebracht. Dort wurde er professionell für uns eingeschätzt und an seinen kleinen Ecken und Kanten gearbeitet. Leider fand sich trotzdem kein Zuhause für ihn. Seit August lebt er nun in Norddeutschland in einer Pflegestelle. Nach kurzer Zeit dachten wir schon, wir hätten die richtigen Menschen für ihn gefunden, leider stellte sich heraus, dass dort nicht die nötige Zeit für ihn war. Obwohl es bisher keine weiteren Anfragen gab, geben wir die Hoffnung für diesen tollen Hund nicht auf.
Den Platz von Milo bei den Underdogs hat Peppa eingenommen. Sie sollte über die Tierfreunde Hochrhein ein Zuhause finden. Leider hat Peppa einige Male gebissen. Bei den Underdogs wird nun ausgiebig mit ihr gearbeitet. Sie wird dort aktuell sogar zum Spürhund ausgebildet. So lernt sie Konzentration auf die Aufgabe und Impulskontrolle. Das Suchen macht ihr riesig Spaß und wir hoffen, dass sie 2026 ein geeignetes Zuhause findet.
Auch auf Neo kommt ab Januar ein neuer Lebensabschnitt zu. Er darf in eine Pflegestelle zu einem Hundetrainer ziehen. Neo ist ein Hund mit besonderen Bedürfnissen. Er hat ebenfalls schon mehrfach gebissen und benötigt jede Menge Zeit um Vertrauen zu fassen. In der Pflegestelle muss er als erstes lernen Halsband und Geschirr anlegen zu ertragen, um dann Stück für Stück die übrige Welt für sich zu erobern. Wir freuen uns sehr für Neo und drücken ihm alle Daumen.
Ein besonderer Schatz – unsere Lana hat uns in diesem Jahr unglaublich überrascht. Sie ist schon einige Jahre bei uns und hat sich von Menschen weitestgehend ferngehalten. In diesem Herbst scheint der Knoten geplatzt zu sein. Lana kommt freiwillig schnuppern und lässt sich streicheln. Damit ist der erste Schritt für weiteres Training getan, der den Weg zum eigenen Zuhause ebnet.




Abschiede
„Wenn Du traurig bist, dann schau in Dein Herz und Du wirst erkennen, dass Du weinst um das, was Dir Freude bereitete.“ von Khalil Gibran
Auch 2025 mussten wir Lebwohl sagen. Hier wollen wir an sie denken.
Mit der Flutkatastrophe kam neben Yandel, Wisin, Josh, Rudi und Olivia auch Elvis in unsere Auffangstation. Der kleine Elvis hatte schon ein Zuhause gefunden, ist dann kurz vor seiner Ausreise ganz plötzlich verstorben. Er hatte einen bösartigen Tumor.
An den Krebs, anderen Krankheiten und an das Alter haben wir 2025 einige Hunde verloren.
One hatte einen Leberturmor. Auch sie hatte eigentlich schon ein Zuhause für ihren restlichen Lebensabend gefunden. Der letzte Bluttest zeigte allerdings ein akutes Nierenversagen. One blieben noch einige Wochen bei uns. Ihre Platz im eigenen Zuhause nahm der kleine alte Moritz ein.
Costa und Candy, unsere beide Unvermittelbaren, haben sich Mitte des Jahres gemeinsam auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Ihnen sind der alte Willy, Micky, Lila und Tara gefolgt.

Elvis ist als einer der Flutopfer zu uns gekommen. Im ersten Moment war offensichtlich, dass er von Leishmaniose gezeichnet war. Trotzdem hat er eine liebe Interessentin, die ihm gerne ein Zuhause geben wollte. Ein Tumor hat Elvis leider vorher aus dem Leben genommen.
One sollte einen Hospizplatz in Norddeutschland bekommen. Leider waren ihre Nieren so schlecht, dass sie es nicht mehr auf den Transport geschafft hat.
Im Leben, wie im Tode. Costa und seine Freundin Candy sind gemeinsam über die Regenbogenbrücke gegangen.
Im Leben, wie im Tode. Cany und ihr einziger Freund Costa sind gemeinsam über die Regenbogenbrücke gegangen.
Lila war viele Jahre von der Leishmaniose und vermutlich einer Autoimmunerkrankung gekennzeichnet. Offene Wunden am ganzen Körper und trotzdem hatte sie jede Menge Fröhlichkeit in ihrem Blick. Wir werden noch sehr lange an dich denken, Lila.
Unser Mädchen mit dem Hass auf Besen und alles mit Stiel. Was hat man dir wohl angetan? Niemand versteht, warum sie unverhofft gehen musste.
Tara war nur ein paar Monate bei uns. Sie kam mehr als mager zu uns, ihr Darm war leider so sehr zerstört, dass wir nichts mehr für sie tun konnten.
Unser alter zahnloses Kater Willy. Wenn Willy gebellt hat, hat jeder geschaut, in welchem Gebüsch sich die Katze versteckt hat. So eine niedliche Stimme hatte Willy.

Denia Doge e.V. wird im Februar 20 Jahre alt. 20 Jahre voller Arbeit, Mühen, auch vergebliche Mühen, Steine im Weg und jede Menge Probleme, Feuer, Überschwemmungen, Stürme, eine Pandemie, Leid, Krankheiten und Tod, Betrug und menschlicher Abschaum. Jede Menge erlerntes Wissen, persönliches Wachsen, Glück, Hoffnung, Tränen der Freude, Hunderttausend Kratzer von Welpenkrallen und feuchte Zungenschlecker vom tausenden glücklichen Hunden, viele lachende Gesichter von glücklichen Neuhundeeltern. 20 Jahre tolle Teamarbeit, viele treue Spender und Paten. Das alles wollen wir in Juni mit der ganzen Welt feiern. Zu unserem Jubiläum haben wir uns am 14.06. in Bochum auf dem Gelände des Agi Treff Ruhr eingemietet. Lasst uns den Tag gemeinsam mit einem tollen Programm und gutem Essen verbringen! Weitere Infos werden folgen.



