Jahresrückblick 2023
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Jahresrückblick 2023

Jahresrückblick 2023

 

„Business as usual“ – sonst nichts!

 

Trauriges Ende

2023 hat schrecklich geendet. Am 31.12 ging es unserem Freddy nicht gut, er atmete schwer und war nicht mehr er selbst. Der Tierarztbesuch ließ das Schlimmste vermuten – Wasser in der Lunge – Freddy starb während der Sedierung, welche weitere Erkenntnisse bringen sollte. Diagnose – Lungenkrebs.

Im letzten Jahr haben uns einige unserer alten Kameraden verlassen. Teilweise waren sie jahrelange Dauergäste in unserer Auffangstation und hatten nie eine Chance auf eine eigene Familie. Ganz viele starben nach vielen glücklichen Jahren in ihren Familien. Marco, Russel, Nika, Negreta, Tara sind nur einige von ihnen. Um Freddy trauern wir besonders, denn eigentlich sollte er Ende Januar endlich eine eigene Familie bekommen. Seine Koffer waren quasi schon gepackt.

152 Glückspilze

Der Tod gehört zum Tierschutz, so wie das Leben natürlich auch. Trauer und Freude liegen meist eng zusammen.
Wir freuen uns besonders für die 151 Hunde und eine Katze, die in 2023 über unseren Verein in ihr neues Leben starten durften. Darunter ganz besondere Schätze, der sehr lange warten mussten.
Zum Beispiel der ängstliche Blanqui, der ewig brauchte bis einmal der Knoten geplatzt war und er plötzlich Menschen super toll fand. 2 Jahre hat er sich in der Auffangstation von niemandem anfassen lassen. Dabei liebt er es jetzt so sehr, eng an seinen Menschen gekuschelt zu schlafen. In seiner Familie hat er jetzt die Zeit all das Verpasste nachzuholen. Ähnlich erging es dem kleinen Nelo. Er wartete nicht ganz so lange, hat aber dafür gerne mal nach Pflegern geschnappt und so die potentiellen Pflegestellen abgeschreckt. Unsere Angsthasen Faye und Iago mussten auch lange warten. Beide haben jetzt ein Traumzuhause und fangen langsam an ihr Leben zu genießen.
Unter unseren Schätzchen waren auch einige alte und kranke Hunde. So hat die Bassett-Hündin Edna, die ihr Leben lang als Zuchtmaschine herhalten musste, nach ihrer Schönheits-Op – einer kompletten Bauchdeckenstraffung – eine liebe Familie gefunden. Auch der kleine Yorki Bambino, der einige OPs über sich ergehen lassen musste, um wieder an Lebensqualität zu gewinnen, hat Weihnachten im neuen Zuhause verbracht. Das schönste Happy End 2023 war allerdings unser Golfo. Er hat fast 3 Jahre lang in seiner Pflegestelle gewartet, ehe endlich der passende Deckel für ihn gefunden wurde.

In diesem Jahr ist nicht viel Außerordentliches passiert. Es gab keine großen Notfälle, keine Parvovirus-Katastrophe, keine Brände oder Überflutungen, keine Animal-Hoarding-Fälle, nichts was man nicht mit dem Stempel „business as usual“ ablegen könnte.
Es gab wie immer viel zu viele Hunde, zu denen man nein sagen musste, weil alle Plätze belegt waren. Es gab wie jedes Jahr viel zu viele Welpen, die man doch noch im Badezimmer oder im Schlafzimmer untergebracht hat, damit sie nicht in der Tötungsstation sterben mussten. Es gab Not-OPs, es gab jede Menge geplante OPs, es gab Hunde die es nicht geschafft haben, es gibt immer noch jede Menge Langzeitsitzer, jede Menge Angsthasen und Pechvögel, die immer übersehen werden, alte und kranke Hunde. Es gab andere Tierschützer wie Monika aus Amposta oder den Gnadenhof „Teresa de Confrentes und das Tierheim Vedama, welche wir mit Vermittlungsarbeit, Futterspenden und finanziellen Hilfen regelmäßig unterstützten.
„Business as usual“ bedeutet nicht, dass immer alles glatt läuft. Es bedeutet, dass wir uns an vieles im Laufe der Jahre gewöhnt haben. Es bedeutet, dass wir mir mit unseren Aufgaben gewachsen sind, dass wir wissen mit ihnen umzugehen. Es bedeutet dass wir ein gut organisiertes Team sind, welches sämtliche Arbeitsabläufe optimiert hat oder stets bemüht ist, sie zu optimieren. Natürlich sind wir nicht perfekt, perfekter geht immer. Dennoch versuchen wir mit den Mitteln die wir haben, so vielen Tieren wie möglich zu helfen. Helfen geht nur im Team – und dazu zählen wir alle, alle Spender, alle Pflegestellen, alle Vermittler, alle Helfer vor Ort, Ämter und Behörden und natürlich auch die uns unterstützenden Vereine, wie die Tierhilfe Costa Blanca und die Tierfreunde Hochrhein. Wir sind unglaublich dankbar, dass ihr alle mittlerweile seit 17 Jahren an unserer Seite seid.

 

Leia braucht Hilfe!

Eine Sache gibt es da aber schon noch. Ohne dass wir über die arme Maus Leia gesprochen haben, können wir nicht ins neue Jahr starten. Leias bisherige Tierheimgeschichte ist einfach zu traurig, um sie unerwähnt zu lassen. Mit einer aktiven Leishmaniose kam Leia im August 2022 ins Tierheim Vedama. Nach einer Behandlung mit Glucantime ging es ihr im Oktober bereits deutlich besser. Die Narben im Gesicht heilten gut ab, Leia war munter und fit. Im Januar 2023 wurde zusätzlich zur Leishmaniose eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Auch diese wurde behandelt und wurde besser, bis sich im Juli ihre Augen entzündeten. Die Autoimmunerkrankung brach wieder aus, es blieb keine andere Möglichkeit als erst das eine und dann das andere Auge zu entfernen. Seitdem sitzt dieses hübsche Dobermann-Mädchen immer noch krank und zusätzlich blind im Tierheim und weiß nicht was um sie herum geschieht, wenn alle anfangen zu bellen. Bis auf die kurzen stolperigen Alleingänge im Hof und ein wenig Bällchen kauen, ist Leia nichts geblieben. Ein Herzzerreißendes Bild, Leia alleine im kleinen Zwinger hocken zu sehen. Wir wünschen uns für Leia so sehr ein Zuhause in Deutschland. Eine Pflegestelle oder einen Gnadenbrotzplatz. Wir wünschen ihr, dass sie in Deutschland einem Spezialisten vorgestellt werden kann um ihr bei der Bekämpfung der Autoimmunerkrankung helfen zu können, ihr mehr Lebensqualität zu bieten. Wir wünschen uns mehr für Leia. Vielleicht könnt ihr uns helfen, Leia ein besseres Leben zu ermöglichen. Bitte zeigt sie der Welt, vielleicht gibt es irgendwo einen lieben Menschen, der bereit ist Leia bei sich aufzunehmen. Um den Rest kümmern wir uns.

August 2022

Leia als sie ins Tierheim kam.

 

Oktober 2022

Nach der Glucantime-Behandlung

 

 

 

 

Januar 2023

Ausbruch der Autoimmunerkrankung

 

 

Oktober 2023

Leia nach ihrer ersten Augen-Entfernung

 

 

 

 

 

 

Das war 2023…

 

 

Wir wünschen euch allen einen tollen, vor allem gesunden, erfolgreichen Start ins Jahr 2024.
Mögen sich all’ eure Wünsche erfüllen!
Und noch einmal vielen lieben Dank für eure Unterstützung!

 

Danke

 

 

Man spricht von der „tierischen“ Grausamkeit des Menschen. Aber das ist sehr ungerecht und für die Tiere wirklich beleidigend: Ein Tier kann niemals
so grausam sein wie der Mensch, so ausgeklügelt, so kunstvoll grausam.

Fjodor M. Dostojewski